Rezepte, Salat

Quinoa Tabouleh

Quinoa_Tabouleh_2

Quinowas? So zumindest meine Reaktion als ich zum ersten mal davon gehört habe. Und Lebensmittel die ich nicht kenne wecken per se schon mal mein Interesse.
Laut Wiki ist Quinoa auch als Inkareis oder Andenhirse bekannt…hmm…joar, warum eigentlich nicht? Also direkt mal in den Drogeriemarkt mit den zwei Buchstaben marschiert, eine Packung gekauft und gekocht.
Hat mir leider gar nicht so gut geschmeckt wie erhofft. Irgendwie fad. Im Küchenschrank hat die Packung seitdem ihr Dasein gefristet.

Zumindest bis zu diesem Wochenende, wo der Grill mal wieder für ein seliges Lächeln im Gesicht und einen straffen Gürtel sorgen sollte. Und zum grillen kommt bei mir (fast) immer ein Tabouleh Salat auf den Tisch.
Dummerweise war natürlich just in diesem Moment kein Couscous mehr im Haus und die Schmach eines dritten Besuchs im Supermarkt (wers nicht im Kopf hat, brauchts bekanntlich in den Beinen) wollte ich mir nicht geben. Ich hab sowieso schon das Gefühl die Kassierer kennen mich beim Vornamen…

Also frei nach dem Motto: „no risk, no fun“ den/die/das Quinoa herausgekramt und ein Tabouleh damit gemacht.
Ha! Geht doch!
Frische durch die Minze und Gurke, Biss durch die Paprika und dazu eine feine Schärfe der Chili. Njam.
Sehr lecker und mindestens so gut wie die Variante mit Couscous. Wer also grade kein Quinoa hat nimmt Couscous. Wer auch das nicht hat nimmt Bulgur. Sehr toll übrigens auch die Variante mit Ebly Weizen! Ziemlich variabel der Salat…

Verzeiht mir, dass ich nicht zu allen Zutaten eine 100 prozentige Mengenangaben machen kann, aber Salat ist bei mir immer „Gefühlssache“. Rein kommt bei mir:

  • 150 g Quinoa (oder Couscous/Bulgur/Ebly)
  • 150 g (Cherry) Tomaten
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln
  • 1 rote Chili
  • 3/4 Salatgurke
  • 1 rote Paprika
  • 1/4 Bund Minze
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Saft von 1-2 Limetten/Zitronensaft
  • Olivenöl

Quinoa nach Packungsanleitung zubereiten, mit 1-2 El Olivenöl vermengen, mit einer Gabel auflockern und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln. Wer rohe Zwiebeln nicht so gerne mag, kann sie, um ihr etwas die Schärfe zu nehmen, mit heißem Wasser überbrühen und ziehen lassen. Die Chili längs halbieren und mutig hineinbeißen um den Schärfegrad zu testen. Ich hab schon alles von „schmeckt nach Paprika“ bis „waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh“ erlebt. Von außen sieht man es der Chili leider nicht an. Eine gesunde Schärfe darf sie für den Salat durchaus haben, ist die Chili aber zu scharf, sollte die weiße Innenhaut und die Kerne entfernt werden – darin steckt die meiste Schärfe. Ist es dann immer noch die Hölle: In warme Milch einlegen. Das Fett löst das Capsaicin und mildert damit die Schärfe. Wenn alles passt, die Chili in feine Streifen schneiden. Gurke schälen, längs vierteln und die Kerne entfernen (der Salat verwässert dann nicht). In Würfel schneiden. Die Paprika in etwa gleichgroße Würfel schneiden. Die Cherrytomaten vierteln und auch hier die Kerne entfernen. Bei Strauchtomaten geht das natürlich etwas einfacher, aber die Cherrytomaten schmecken einfach besser. Minze und Petersilie groben hacken und zusammen mit den anderen Zutaten vermengen. Limettensaft nach gusto dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte der Salat zu trocken sein hilft Olivenöl, kommt die Schärfe der Chili nicht durch hilft Cayenne-Pfeffer.

Voilá, ein wunderbar frischer Salat der selbstverständlich nicht nur beim grillen eine gute Figur macht, sondern zu nahezu jeder Gelegenheit.

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