Cocktails

Buch Review „Cocktailkunst“ & der Swiss Sour

Wer hats erfunden?

Also ich leider schonmal nicht. Die Schweizer warens aber auch nicht. Viel mehr hab ich den Swiss Sour im Buch „Cocktailkunst – Die Zukunft der Bar“ von Stephan Hinz entdeckt. Fantastisches Buch, hätte von mir sein können 🙂
Zumindest finden sich darin einige Ideen wieder, die ich für Cocktails auch hatte – aber teilweise selber noch nicht umgesetzt habe. Kommt noch hier im Blog. Irgendwann…

Aber zurück zum Buch: klare Kaufempfehlung für den ambitionierten Barkeeper. Viel Background-Wissen zur Herstellung von Zutaten, zur Geschichte des Cocktails an sich, Warenkunde etc.
Es gibt ein ziemlich umfangreiches Kapitel mit gängigen Bar-Klassikern wie Whisky Sour, Gin & Tonic, Martini etc. Gut zum nachlesen zu Hause und mit tollen Fotos gespickt. 

Herausragend sind aber die ~150 Rezepte die versuchen das Cocktail-Level auf eine neue Stufe zu heben. Ich sag hier bewusst versuchen. Die Zubereitung von manchen Cocktails erfordert nämlich soviel Aufwand (Infusionen, Barrel-Aging, Trocknen von Zutaten im Dörrschrank, Sous-Vide etc.), das ich mir kaum vorstellen kann, dass man so einen Cocktail für unter 20€ verkaufen kann. Und 20€ sind schon mal ne Ansage, grade in Anbetracht dessen, dass es kaum genug Leute gibt die gewillt sind ~10-12 (wirklich gerechtfertigte) Euros für Cocktails auszugeben. Verständlich, wenns im Laden neben dran den 0,5 Liter Jumbo-Cocktail in der Happy-Hour für 4,90€ gibt. Aber gut, das ist eine andere Sache 🙂

Jetzt aber wieder zurück zum Buch. Was es nicht ist: ein Buch zum Nachschlagen im laufendem Barbetrieb. Das will es auch gar nicht sein. Es soll mehr zum Nachdenken anregen was „da noch so gehen könnte“ an der Bar. Und das macht es gut; durch das erzeugen von Wissen (aus den o. g. „Background-Kapiteln“) und der Inspiration durch die 150 „Next-Level-Cocktails“.

Einer der „Next-Level-Cocktails“ ist der Swiss Sour.

Grundsätzlich haben wir hier einen Wodka Sour, allerdings mit einem Ricola-Sirup zum süßen und einem Limetten-Espuma der das ganze topt. Wo der Name da herkommt ist klar, oder? 🙂

Wers mal probieren möchte (und ihr solltet das wirklich tun!) braucht dafür folgendes:

Ricola-Sirup

  • 10 Ricola Bonbons
  • 150 ml Orangensaft
  • 50 ml Zuckersirup (oder 30 g Zucker + 30 ml Wasser)
  1. Alle Zutaten unter rühren bei mäßiger Hitze auflösen und vermischen. Abkühlen lassen.

Limetten-Minz-Schaum

  • 250 ml Limettensaft
  • 150 ml Zuckersirup
  • 20 Minzblätter
  • 50 ml Eiweiß
  • Sahnesiphon + 3 Sahne-Kapseln
  1. Limettensaft, Zuckersirup und Minze in einem Rührglas mischen. Die Minze andrücken. Für einige Stunden ziehen lassen.
  2. Durch ein feines Sieb in den Sahnesiphon geben und das Eiweiß hinzugeben. Den Siphon mit den Kapseln laden.

Für den Drink

  • 6 cl Wodka
  • 3 cl Zitronensaft
  • 2 cl Ricola-Sirup
  • Limetten-Minz-Schaum
  1. Bis auf den Schaum alle Zutaten auf Eis shaken, auf frisches Eis strainen und mit dem Schaum toppen.

Viel Spaß beim experimentieren und Prost,
euer Fabian

PS: Ich hab die Zutatenmengen jetzt so aus dem Buch übernommen. Der Sirup reicht z. B. für 10 Drinks. Wollt ihr weniger machen rechnet entsprechend runter. Ich selber habe die Hälfte genommen.

IMG_4562

Standard

3 Gedanken zu “Buch Review „Cocktailkunst“ & der Swiss Sour

  1. Pingback: Onsen Eggnog vs. Chocolate Cocktail | In die Küche. Fertig, los!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s