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The Hokkaido-Investigation: Kürbis-Apfel Suppe

Es ist Herbstzeit und so langsam kommen wieder die ganzen Kürbissuppen auf den Tisch. Mir sind neulich auch schon wieder einige Rezepte „vor die Flinte“ gekommen. Und dabei ist mir aufgefallen, dass einige danach verlangen den Kürbis vorher im Backofen zu rösten.
Da frag ich mich doch: Was bringt denn das? Also mal abgesehen von dem leckeren Geruch der dann durch die Küche zieht?

Ich kann euch schon mal verrate: Es macht viel aus!
Ich hab mir also zur Lösung des „Problems“ überlegt, dass ich einfach 2 identische Suppen machen. Einmal mit dem gerösteten Kürbis, einmal mit dem Kürbis „klassisch“ – so wie er ist. Wer das ganze selber nachvollziehen möchte, der nimmt von dem Rezept unten jeweils die Hälfte der angegeben Menge und bereitet sonst alles identisch zu.

Ich hab also 325 g Kürbis im Backofen bei 250°C geröstet bis der Kürbis angefangen hat sich zu bräunen (~20 min etwa). Danach kam er mit dem halben Apfel, der Hälfte der Brühe und dem Fond in den Topf. Hier hat man schon gesehen das der Füllstand im Topf deutlich geringer ist.

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Das machte sich zum einem beim Kochen bemerkbar: Der Topf mit dem geröstetem Kürbis fing ein paar Minuten früher an und nach 30 Minuten war auch kaum mehr Flüssigkeit im Topf.
Also fix den Pürierstab genommen und alles zu einer homogenen Masse verarbeitet.
Und – wer hätte das jetzt bloß gedacht? – die Suppe war natürlich auch viel sämiger und hatte eine deutlich dunklere orangefärbung.

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Jetzt könnte man natürlich meinen das wäre alles super. Weniger Flüssigkeit = mehr Geschmack. Ja in der Tat. Allerdings ist zuviel des guten auch nicht ideal. Zum einen erinnert mich die Konsistenz etwas an Babybrei. Ich hab sie lieber flüssiger. Zum anderen war es im Geschmack „zuviel“. In der klassischen Variante kam die Nussigkeit, die dem Kürbis so zu eigen ist, viel besser hervor.

Und die Moral von der Geschichte? Ganz so einfach ist es nicht 🙂
Ja, ihr bekommt mehr Geschmack wenn ihr dem Kürbis Wasser entzieht (das passiert nämlich u.a. beim rösten). Allerdings müsst ihr dann später ggf. mehr Flüssigkeit hinzugeben und aufpassen nicht zu überwürzen.
Bei einer Suppe kann man sich das rösten m.M.n. sparen. Wollt ihr aber z. B. ein Kürbispüree herstellen kann es durchaus sinnvoll sein.

  • 650g Hokkaido Kürbiswürfel
  • 1 Apfel (Granny Smith)
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Bratenfond
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 300 ml Sahne
  1. Den Kürbis halbieren und die Kerne mit einem Esslöffel herausschaben und würfeln.
  2. Bei Bedarf ~20 Minuten unter dem Grill im Backofen rösten bis die Würfel anfangen sich zu bräunen.
  3. Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und würfeln. Die Zwiebel schälen und ebenfalls grob zerkleinern.
  4. Alles zusammen mit dem Bratenfond und der Brühe in den Topf geben und für ca. 30 Minuten und niedriger Hitze simmern.
  5. Die Suppe fein pürieren und zum Schluss die Sahne untermischen. Mit einem Klecks Schmand oder Creme Fraiche servieren.

Guten Hunger,
euer Fabian

 

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