Cocktails, Sonstiges

How to stock a Homebar [1/3]: Handwerkszeug & Basic Gläser

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Vor kurzem hatte ich einen kleinen Austausch mit Jens von gekleckert.de über die Must-Haves der Homebar. Was benötigt man wirklich? Was davon als erstes? Was ist nice to have?

Kommt drauf an.

Das heißt, je nachdem was ihr an Cocktails mixen wollt, braucht ihr unterschiedliche Sachen. Wer partout keinen Tequila mag, der braucht sich natürlich auch keinen kaufen. Wer ausschließlich Old-Fashioneds und Dark’n’Stormys trinkt, der kann auf Shaker und Mixing-Gläser verzichten.

Jetzt ist es natürlich so, dass diese Situation quasi nicht vorkommt. Jeder der gelegentlich Gäste hat, weiß das Wünsche oft sehr vielfältig seien können. Und mein Anspruch an mich als Gastgeber ist es, die Wünsche nach Möglichkeit auch zu erfüllen. Ich glaube, das ist bei vielen nicht anders.
Deswegen kommt jetzt im ersten Step meine persönliche Meinung dazu, was ihr an Handwerkszeug zum Zubereiten von Cocktails benötigt.

Im nächsten Step geht’s um Gläser.
Klar könntet ihr den Champagner-Cocktail auch aus dem Wasserglas trinken, aber eine Champagnerflöte hat definitiv ihren Sinn und ihre Berechtigung. Hier erkläre ich euch was ihr zu Hause haben solltet und warum.

Im letzten Step bekommt ihr nächste Woche zusätzlich meine persönlichen Empfehlungen, was ihr an Spirituosen und Likören benötigt/benötigen könntet. Kommt ja halt drauf an…

Zu jeder der Kategorien wird es 2 „Ausbaustufen“ geben:

  • Stufe #1: benötigt ihr „unbedingt“
  • Stufe #2: schadet nicht zu haben, muss aber nicht sein

Here we go…

Handwerkszeug, Stufe #1

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  • Jigger/Messbecher
    Weil nur präzises Abmessen der Zutaten einen perfekten Cocktail ermöglicht!
  • Boston-Shaker
    Bitte nicht die 3 teiligen. Durch das entstehende Vakuum beim shaken sind sie nie richtig zu öffnen. Zudem ist das Volumen zu klein um damit gescheit zu shaken. Das Glas kann man auch gut für Cocktails verwenden, welche gerührt werden müssen. Wollt ihr viele verschiedene Drinks (gleichzeitig) machen, besorgt euch gleich 3-4 Stück.
  • Hawthorne-Strainer
    Damit das Eis, Fruchtstücke etc. im Shaker bleiben beim abseihen. Auch hier empfehlen sich 2-3 Stück.
  • Barlöffel
    Zum verrühren und abmessen von Zutaten. Am besten einen mit Stößel am Ende verwenden. Damit kann man auch Mojitos zubereiten und zur Not auch mal eine Caipi.
  • Eiswürfelform
    4x4x4 cm sind ideal. Größer ist zum shaken nicht gut und 2-3 Stück füllen ein Glas gut aus.
  • Zitruspresse
    Eine Kombinierte Presse für Zitronen und Limetten reicht aus. Müsst ihr viel pressen empfiehlt es sich eine kleine für Limetten und eine große für Zitronen zu haben – es ist vom Handling angenehmer und schneller zu benutzen.
  • Kellnermesser
    Sonst bleibt die Flasche Wein unter Umständen halt zu…
  • Sparschäler/Messer
    Auf den Bildern nicht zu sehen, aber ohne Messer keine halben Zitrusfrüchte und ohne Sparschäler keine breiten Zesten (außer ihr seid gut mit dem Messer ;))
    Sollte im Haushalt i.d.R. aber sowieso vorhanden sein.

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Handwerkszeug, Stufe #2

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  • Eiskugelform
    Weil sie einfach toll aussehen! Da sie i.d.R. recht groß sind kühlen sie gut, ohne den Cocktail weiter zu verwässern.
  • Tee-Sieb
    Damit haltet ihr euren Cocktail frei von Eissplittern und kleinen Kräuterresten.
  • Mixing-Glas
    Hier ist mehr Platz als im Glas des Boston Shakers. Steht damit sicherer. Stylefaktor: 10 von 10 Punkten.
  • Muddler/Stößel
    Wenn’s mal ein Caipi sein muss…vom Handling her besser als der Barlöffel. Metall oder Kunststoff ist hygienischer als die Pitu-Stöße aus Holz.
  • Zestenschneider
    Für lange, dünne Zesten als Garnitur.
  • Julep-Strainer
    Zum abseihen von gerührten Cocktails, die nur Eis enthalten.

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Gläser, Stufe #1

Nachdem wir jetzt geklärt hätten, was wir alles brauchen um den Cocktail zuzubereiten, klären wir nun was ihr in Ausbaustufe #1 an Gläsern haben solltet.

Quasi immer benötigt ihr 3 Typen:

  • Ein Tumbler oder Old-Fashioned Glas. Vorzugsweise ein Double Old-Fashioned Glas (das Double OF ist das linke Glas im Bild).
  • Eine Cocktail-Schale oder Cocktail-Spitz, besser bekannt als Martini Glas und für viele der Inbegriff des “Cocktail Glas”
  • Ein Longdrink Glas

In den Tumbler kommen alle Cocktails die auf Eis (on the rocks) serviert werden. Nein, natürlich nicht alle, aber als Grundregel lassen wir das mal durchgehen.
Im Gegensatz dazu wandern alle Cocktails die straight-up, also nicht auf Eis, genossen werden in die Cocktailschale. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Longdrinks, also Cocktails mit einer großen Füllmenge, kommen ins Longdrinkglas – auf Eis. Oft sind Longdrinks auch mit einem kohlensäurehaltigen Filler aufgegossen. Das vergleichsweise schmale Glas verhindert den allzu schnellen Verlust der Kohlensäure.

Das war es für heute erst mal. Im nächsten Teil komplettieren wir die Gläser in Stufe #2 und füllen die Bar mit Spirituosen. Zusätzlich gibt es in im dritten Teil einen kleinen Überblick über Cocktails die ihr dann machen könnt.

Stay tuned,
Fabian

Standard

4 Gedanken zu “How to stock a Homebar [1/3]: Handwerkszeug & Basic Gläser

    • Aber vorsichtig sein! Man will dann immer mehr. Noch die Flasche und das könnte man auch noch brauchen. Und zack, muss man umziehen, weil nicht genug Platz für die Bar ist 😀

      • Ja, das ist immer gefährlich 😉 Aber so ein Shaker mit Strainer darf es zumindest irgendwann werden.
        Bei den Gläsern muss ich mir allerdings wirklich sehr auf die Finger hauen, damit die Sammelwut nicht zuschlägt… 🙂

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