Cocktails, Sonstiges

How to stock a Homebar [2/3]: Gläser, Spirituosen und Liköre

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Auch diese Woche beschäftigen wir uns mit der Hausbar. Was brauchen wir alles um starten zu können? Heute wird es um den zweiten Teil der nötigen Gläser gehen und ich gebe meine Empfehlung ab, welche Spirituosen ihr haben solltet.

Letzte Woche hatten wir je geklärt, was wir alles an Hardware brauchen um Cocktails zu mixen. Auch mit Gläsern haben wir uns bereits beschäftigt (Ausbaustufe #1).  Wir erinnern uns:

  • Stufe #1: benötigt ihr „unbedingt“
  • Stufe #2: schadet nicht zu haben, muss aber nicht sein

Gläser, Stufe #2

Heute geht’s weiter mit Ausbaustufe #2 der Gläser. Hier sind es dann nur noch ein paar „Schönheitskorrekturen“ und Spezialgläser für besondere Cocktails.

  • Highball, platt gesagt ein kleines Longdrink Glas
  • Kleines Weinglas, weiter Cocktailschalen
  • „diverse Specials“ (ohne Bild)

Eine Sonderform des Longdrink Glases ist das Highball Glas. Ein Highball ist eine alkoholhaltiges Getränk, das mit einem Filler verlängert wird, oft immer Verhältnis 1:1 oder 1:2, und typischerweise wenig Zutaten enthält. Scotch and Soda wäre ein Beispiel. Oder auch ein Gin and Tonic (den aber auch als Longdrink zubereiten kann). Ich hoffe Herr Meyer ist mit diesem Definitionsversuch einverstanden 🙂

Ein kleines Weinglas ist eine Alternative zur Cocktailschale. Ich finde das Glas wegen der Gewichtsverteilung und der kleineren Öffnung „besser“, weil leichter daraus zu trinken. Auch hier wird eigentlich ausnahmslos straight-up serviert.

„Diverse Specials“ sind Signatur Gläser die auf einen Cocktail zugeschnitten sind. Zum Beispiel der Kupferbecher für den Moscow Mule, der Julepbecher aus Silber für den Mint Julep oder Steingut für Tiki-Drinks wie den Mai-Tai.

Spirituosen, Stufe #1

Kommen wir nun zum Kern der Bar: Die Spirituosen. Ich habe für euch meine Empfehlungen zusammengestellt, von denen ich denke, dass sie ein gutes Preis/Leistungsverhältnis haben und Basis für eine möglichst hohe Anzahl an Cocktails sind. Ich hab ein wenig darauf geachtet, dass sie auch im (gut sortierten) Supermarkt zu bekommen sind. Grob unterscheide ich hier erstmal zwischen Basisspirituose und Likören; jeweils wieder mit 2 Ausbaustufen.

An Basisspirituosen benötigt ihr

  • Bourbon Whiskey (Makers Mark, 20-25€)
  • Gin (Tanqueray No. Ten, 25-30€)
  • Scotch Whisky (Famouse Grouse, 15-20€)
  • Rum braun (Brugal, 15-20€)
  • Rum weiß (Appleton White, 15-20€)

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Ich glaube zu den Kategorien brauche ich nicht viel zu schreiben, oder? Alle Spirituosen sind keine extremen Vertreter ihrer Art und deswegen eine gute Grundlage für quasi alle Cocktails.

Bitters

Und weil nur wenige Cocktails ohne Bitters auskommen solltet ihr euch davon auch welche zulegen. Zu 80% werdet ihr die Angostura Aromatic Bitters benötigen (die sind i.d.R. auch gemeint wenn in Rezepten nur von „Bitters“ die Rede ist). Angostura Orange Bitters und Peychaud folgen danach. Jeweils erhältlich um je ca. 12-14€. Zum Probieren sehr gut  ist das Traveler‘s Set von The Bitter Truth, zusätzlich zu den drei genannten bekommt ihr noch Sellerie Bitters und Jerry Thomas Bitters (etwa 15€).

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Spirituosen, Stufe #2

Wollt ihr mehr Cocktails machen, oder habt speziellere Wünsche, empfehle ich als „Upgrade“ auf Stufe 2 zusätzlich noch

  • Rye Whiskey (Michters, 45€)
  • Islay Scotch (Laphroaig 10 Years, 35€)
  • Cognac (Pierre Ferrand Cognac 1840 (Grande Champagne) Original Formula, 35€)

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Hier erzähle ich jetzt aber kurz etwas zu, weil die Besonderheiten /Unterschiede wahrscheinlich nicht jeder kennt.

Der Rye Whiskey ist auch ein American Whiskey (wie der Bourbon auch), aber er hat einen höheren (min. 51%) Roggenanteil. Er hat daher ein kräftigeres, würziges Aromenprofil.

Ein Islay Scotch zeichnet sich (in aller Regel) durch eine stark ausgeprägte Rauchnote aus. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber er gibt einigen Cocktails einen gewissen Kick. Auch zum Kochen (BBQ-Sauce!) gut zu gebrauchen.

Cognac ist grade in alten (oft Pre-Prohbition) Drinks zu finden. Der Pierre Ferrand Cognac 1840 ist nach dem Vorbild dieser alten Abfüllungen entwickelt worden.

Liköre, Stufe #1

Wer jetzt bei Likören an Großmutters Kaffee Kränzchen denken muss, der liegt nicht ganz falsch. Da Liköre einen Zuckergehalt von min. 100 g pro Liter aufweisen müssen sind sie auch beim puren Genuss sehr gefällig. Zumal sie oft auch nicht viele %-Vol Alkohol enthalten. Im Bereich der Cocktails verwenden wir sie daher oft als alternative zum Zuckersirup und als zusätzlichen Geschmacksgeber.

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  • Triple Sec/Orange Curacao (Pierre Ferrand Dry Curaçao Triple Sec, 25€)
  • Campari (10€)
  • Chartreuse Grün (25-30€)

Triple Sec ist ein Orangenlikör mit deutlicher Fruchtnote. Bekanntester Vertreter ist der Cointreau, ich persönlich find den Pierre Ferrand aber besser. Eine weitere Alternative ist Grand Marnier – der aber vom Aromenprofil deutlicher abweicht.

Campari – kennt jeder, oder? Um gleich eins klar zu stellen: Ja, es wurden Läuse als Basis der Lebensmittelfarbe Karmin (E120) verwendet. Dies ist aber seit 2006 nicht mehr der Fall.

Chartreuse ist ein Kräuterlikör aus Frankreich. Geschmacklich ist er sehr intensiv, mit Note nach Anis. Auch als Shot hervorragend!

Damit wären wir für heute auch schon durch. In einer Woche geht es dann weiter mit noch mehr Likören und Cocktails die ihr dann mit der „fertig“ ausgestatteten Bar zaubern könnt.

Stay thirsty,
euer Fabian

Hinweis in eigener Sache: Massives Product Placement in diesem Beitrag! Auch ohne Bezahlung durch die Hersteller – weil ich von den Produkten überzeugt bin. Es wäre aber an der Zeit mich zu unterstützen, oder etwa nicht liebe Konzerne? 😉

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3 Gedanken zu “How to stock a Homebar [2/3]: Gläser, Spirituosen und Liköre

  1. Pingback: Whiskey Sour New York Style | In die Küche. Fertig, los!

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