Hauptgericht, Vorspeisen & Appetizer

Kürbis | Spinat | Apfel | Asche … jetzt aber!

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Einer geht noch! Dann ist das Kürbisding aber auch durch für dieses Jahr 🙂 Aber der muss jetzt noch sein. Erinnert ihr euch nocht an den missglückten, ersten Versuch dieses Gerichts? Ich war ziemlich angefressen, dass es nicht geklappt hat. Aber es gibt ja euch 🙂 Und ihr habt nicht gegeizt mit aufbauenden Kommentaren und Tipps. Also habe ich mich erneut hingesetzt und einen zweiten Versuch gestartet Kürbis, Spinat und Apfel zu vermählen. Diesmal mit Erfolg! 🙂
Kernbestandteil sind natürlich weiterhin eine Kürbiscreme auf (oder besser: in) blanchiertem Apfelscheiben auf Spinat.

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Nun, was ist anders? Nach dem im ersten Versuch der Kürbis eher dezent (aka langweilig) abgeschmeckt war, hat er nun eine gute Portion Ras el-Hanout abbekommen. Damit einhergehend kommt ein bisschen Schärfe und orientalische Aromen, die dem Kürbis ausnehmend gut zu Gesicht stehen.

Gebettet wird das ganze ebenfalls wieder auf Spinat. Dieser wird ganz klassisch mit etwas Zwiebel und Knoblauch angebraten wird, bis er zusammenfällt. Nicht erschrecken ob der puren Menge des Spinats, das Volumen reduziert sich beim braten beträchtlich. Hier hat sich im Vergleich zum ersten Versuch eigentlich nichts geändert.

Dritte, geschmacksgebende Komponente ist der Apfel. Da dieser quasi in Reinform dazu kommt, konnte ich hier nicht viel ändern, außer eine andere Sorte zu verwenden. Und, Bingo: Die Säure des Granny Smith ist eine Bereicherung für das ganze Gericht.

Die Asche hat weiterhin hauptsächlich optische Gründe, ihr könnt sie weglassen oder z. B. durch Pfeffer oder Lava Salz ersetzen (dann aber den Spinat und die Kürbiscreme etwas zurückhaltender würzen!).

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Wie gehts weiter? Ich werde vielleicht noch etwas an der Optik feilen. Und was ich noch probieren möchte: Jeden der Apfeltrichter mit einer unterschiedlichen Kürbiscreme füllen. Das sorgt für etwas etwas optische Abwechslung. Aber das hat Zeit. Ich hab erstmal genug Kürbis gehabt.

Falls das bei euch noch nicht so sein sollte, dann braucht ihr für 4 Portionen:

Kürbiscreme
  • 300 g Kürbis nach Wahl
  • Ras el-Hanout
  • Salz & Pfeffer
  1. Kürbis evtl. schälen, grob würfeln und knapp mit Brühe bedeckt gar kochen.
  2. Abgießen, dabei die Brühe aufbewahren.
  3. Fein pürieren, dabei ggf. Brühe zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  4. Großzügig mit Ras el-Hanout abschmecken und Salz & Pfeffer zugeben.
  5. Warm halten.
Spinat
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
  • 5-6 Handvoll frischer Spinat
  • Salz & Pfeffer
  1. Spinat waschen, trocken schleudern und verlesen.
  2. Zwiebel auf milder Hitze glasig braten
  3. Knoblauch hinzugeben und kurz mitbraten
  4. Spinat in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen.
  5. Mit Salz & Pfeffer abschmecken, ggf. grob durchhacken wenn eine feinere Struktur gewünscht ist.
  6. Warm halten.
Apfeltrichter
  • 1 säuerlicher Apfel (Granny Smith)
  • Zitrone
  1. Apfel waschen und in 2 mm dünne Scheiben hobeln/schneiden. In Zitronenwasser tauchen, damit die Scheiben nicht anlaufen.
  2. 5 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, dann abschrecken.
  3. Scheiben zur hälfte einschneiden und zu einem Trichter zusammendrehen.
Lauchasche
  • 1 Bund Frühlingslauch
  1. Lauch waschen und grob schneiden.
  2. Auflaufform mit Alufolie auskleiden. Lauch hineingeben
  3. Unter dem Grill im Backofen verbrennen lassen
  4. Fein mahlen und trocken aufbewahren
Anrichten
  • alle Zutaten von oben
  1. Ein längliches Bett aus dem Spinat anrichten.
  2. In die Mitte eine Mulde drücken.
  3. Apfeltrichter in die Mulde setzen.
  4. Trichter mit Kürbiscreme füllen, z. B. mit Hilfe einer Spritztüte.
  5. Mit wenige Asche bestäuben.

Viel Spaß beim essen,
euer Fabian

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5 Gedanken zu “Kürbis | Spinat | Apfel | Asche … jetzt aber!

  1. Wow, das sieht ja suuuper elegant aus! Das merke ich mir mal als Vorspeise! Blöde Frage: wo kriegst du denn die Asche her? Ich vermute mal nicht, dass man sich da einfach am Kaminfeuer bedienen sollte 😉 lg, Miriam

    • Danke schön für das Kompliment!
      Die Asche ist, wie im Rezept beschrieben, selber hergestellt.
      In der Apotheke bekommst du aber z. B. Aktivkohle, die ist optisch quasi identisch, geschmacklich aber anders. Man kann sie imho auch als Farbstoff verwenden. Ich meine mal Rezepte für schwarze Burger Buns gesehen zu haben, wo die zum Einsatz kam.

      Beste Grüße,
      Fabian

  2. Ha! Wäre doch auch gelacht gewesen, wenn Du die Sache nicht geknackt hättest! Ras-el-Hanout ist ein wunderbares Gewürz! Nutzen wir auch gerne. Ebenfalls ein schönes Gewürz: Harissa!
    LG
    AnDi

      • Wir haben Harissa als Gewürz in Pulverform auf einem Markt ergattert. Die Paste haben wir letztes im Rewe gesehen, wissen aber nicht, ob sie ins Standardprogramm gehört oder Aktionsware war…
        Viele Grüße
        AnDi

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