Dessert, Rezepte

Karotten-Blutorangenpüree | Sanddorngelee | Majoranmeringue

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Ich melde mich zurück aus der Winterpause und habe euch natürlich auch was mitgebracht: ein Karotten-Blutorangenpüree serviert mit Sanddorngelee und Majoranmeringue.
Ein Dessert, was ohne viel Zucker auskommt, aber trotzdem mit einem süß-sauer Spiel die Zunge zu begeistern vermag. Dieses wird noch durch die unterschiedlichen Texturen unterstützt. Wer mag, kann zusätzlich auch noch etwas Abwechslung durch Temperaturunterschiede einbringen. Dazu einfach das Karotten-Blutorangenpüree vor dem servieren erwärmen.

Das Püree selbst ist ein Klassiker. Karotten-Ingwer Suppe kennt man. Karotte-Orange ebenfalls. Also keine große Überraschung, dafür bewährt. Wir schmecken das ganze allerdings leicht süßlich ab und pürieren alles. Insgesamt wollen wir ein eher weiches Püree, welches auf dem Teller nicht verläuft, aber auch nicht zu fest ist. Es sollte wie Apfelmus sein.
Je besser (und schneller) euer Pürier-Gerät der Wahl ist, desto feiner wird das Ergebnis. Pürierstab ist gut, Blender ist besser, Thermomix rockt, PacoJet ist das Non-Plus-Ultra 🙂 Ein feines Sieb, durch das ihr das Püree am Ende streicht, hilft aber schon ungemein.

Als crunchigen Gegenpart gibt es Meringue, verfeinert mit Majoran. Liest man die Zutatenliste hört es sich dann doch nach viel Zucker an, ist es aber nicht. Mit der Menge werdet ihr mindestens ein ganzes Blech produzieren – weniger herzustellen ist vom Handling aber zu unpraktisch. Wie crunchy ihr eure Meringue haben wollt, bestimmt ihr durch die Trockenzeit im Ofen. Ich mag es innen lieber noch etwas weich, daher reicht mir eine Trockenzeit von einigen Stunden. Hin und wieder wird dazu einer probiert, ob sie schon gut sind.

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Dritte Komponente ist das das Sanddorn-Gel. Dazu wird der Saft mit Hilfe von Gelantine und Agar-Agar gebunden, auf ein Blech gegossen und die nötige Form dann ausgestochen. Mehr Informationen zu Gelees, findet ihr übrigens auf der neuen Know How Seite. Ich hatte Sanddorn vor dem Rezept noch nie (oder ich kann mich nicht dran erinnern) pur probiert und war dann doch etwas überrascht wie sauer der Saft tatsächlich war. Damit bildet er aber einen tollen Gegenpart zu den süßen Komponenten.

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Wie ihr vielleicht an den Fotos schon bemerkt habe: Anrichten kann man dieses Dessert auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Von konservativ bis kreativ ist alles drin – und jede Form hat ihren Reiz. Ich finde den „Splash“ für dieses nicht ganz typische Dessert sehr passend. Daher ist dies auch das Titelbild für diesen Beitrag.

Verziert wird alles mit ein paar Gojibeeren. Wer mag legt diese in etwas Blutorangensaft ein, sie werden dann etwas saftiger und  bleiben nicht ganz so hart.

In Guter alter Blog-Tradition kann ich auch hier wieder nur dazu aufrufen: Seid mutig und experimentiert!

Benötigte Geräte/Zubehör
  • Servierringe/Ausstechform
  • Pürrierstab/Blender
Karotte-Blutorangenpüree
  • 200 g Karotten, geschält und grob gewürfelt
  • 10 g Ingwer, geschält und gerieben
  • 2 EL Zucker
  • 150 ml Blutorangensaft
  1. Karotten & Ingwer in ein wenig Butter anschwitzen.
  2. Mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen.
  3. Mit Blutorangensaft ablöschen und auf mittlerer Hitze weich kochen
  4. Abgießen und den Fond dabei auffangen. Pürieren und dabei den Fond bis zur gewünschten Sämigkeit zugeben. Durch ein feines Sieb streichen. Bis zu Verwendung kalt stellen
Sanddorngelee
  • 160 g Sanddornsaft
  • 50 ml Blutorangensaft
  • 3 g Agar-Agar
  • 2 Blatt Gelantine
  1. Gelantine einweichen.
  2. Restliche Zutaten vermischen, aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen.
  3. Gelantine unterrühren und die Masse auf ein Blech gießen und gelieren lassen.
Majoran Meringue
  • 50 g Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • Majoran (getrocknet oder frisch)
  1. Eiweiß steif schlagen.
  2. Unterdessen Zucker und Wasser auf 118°C zu einem Sirup aufkochen.
  3. Den heißen Sirup unter stetigem rühren in das Eiweiß gießen und so lange weiterrühren bis die Masse etwa auf Zimmertemperatur abgekühlt ist. Die Hälfte des Majoran unterziehen.
  4. Masse in ein Spritzbeutel geben und kleine Portionen auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen. Mit restlichem Majoran bestreuen.
  5. Im Ofen trocknen (24 Stunden bei 55°C)
Fertigstellen
  • Gojibeeren (in Blutorangensaft eingelegt)
  • frische Majoranspitzen
  • alle Komponenten von oben
  1. Aus dem Sanddorngelee Kreise ausstechen.
  2. Etwa 1 EL Karotten-Blutorangenpüree auf den Teller geben.
  3. Die restlichen Zutaten passend dazu arrangieren.

Rezept: Nach Harald Irka, mit kleinen Anpassungen

Ich wünsche ein genussvolles schlemmen,
euer Fabian


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4 Gedanken zu “Karotten-Blutorangenpüree | Sanddorngelee | Majoranmeringue

  1. Hallo Fabian!
    Schön, dass Du wieder da bist! Wir hoffen die Pause hat Dir gut getan und Du hattest eine tolle Zeit.
    So, da kommst Du also zurück und haust mal gleich so nen Hammer raus… Respekt! Das Spiel mit den Texturen ist natürlich mal ne raffinierte Sache! 👍👍
    Und wie viel Mühe da wieder drin steckt! Danke!
    LG und auch Dir einen schönen Sonntag!
    LG AnDi

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