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Jakobsmuschel in Estragonbutter | marinierte Avocado | Erbsen-Avocado-Mus | Haselnuss

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Es gibt so Gerichte, die entstehend in Windeseile. Und es gibt Gerichte die dauern lange. Von der Idee, übers Foto bis zur Veröffentlichung hier im Blog können schon mal 2, 3, 4 oder noch mehr Monate vergehen. Bei den in Estragonbutter gebratenen Jakobsmuscheln, die zusammen mit Variationen von Avocado und Haselnuss auf den Teller wandert, war das zum Glück nicht so. Die Idee war mithilfe des Geschmacksthesaurus schnell entwickelt. Einkaufen brauchte ich fast nichts, kochen ging auch fix und im Fotografieren hab ich mittlerweile auch einige Übung (auch wenn da noch Luft nach oben ist!).
Geschmacksthesaurus ist auch das Stichwort für diesen Blogpost. Nein, das ist kein Dino aus der Urzeit, sondern ein Buch. Was hat es damit auf sich?

In diesem Werk berichtet Niki Segnit von Geschmackskombinationen. Warum passen grade Käse & Weintrauben so gut zusammen? Warum Zimt und Apfel? Und warum Jakobsmuschel mit anisartigen Aromen und nussigen Komponenten?

Das erschließt sich einem vielleicht nicht immer auf den ersten Blick. Petersilie + Banane klingt erstmal schräg. Aber die einzelnen chemischen Aromaverbindungen überschneiden sich. Je mehr, desto besser lassen sie sich einzelne Zutaten kombinieren.
Und genau diese Kombinationen werden in dem Buch vorgestellt, beschrieben und erläutert. Ergänzt wird alles durch einige Rezepte. Übrigens das einzige Buch, was einen festen Platz bei mir in der Küche hat. Ist es doch ein toller Helfer in „Hmm, irgendwas fehlt da aber noch“-Situationen. Da muss das Buch schnell zur Hand sein. Kaufempfehlung!

avocado-jacobsmuschel-1

Aber zurück zum Rezept: Wer jetzt mal gedanklich durchgeht, was ihr oben an einzelnen Geschmäckern bzw. Aromen auf dem Teller seht, dann erschließt sich hoffentlich folgendes:

  • Avocado = nussig
  • Jakobsmuschel = nussig
  • HaselNUSS = na? 😉

Das Fisch & Meeresfrüchte sich gut mit Fenchel vertragen, dass wussten schon die alten Römer. Estragon enthält zu einem guten Teil Estragol, welches gut mit Anethol (welches u. a. in Fenchel enthalten ist) harmoniert. Der Kreis schließt sich also. Komponenten nach Geschmacksverbindungen zu kombinieren bezeichnet man übrigens auch als „Food Pairing“. Spannende Sache!

Dazu kommen dann noch unterschiedliche Texturen und Temperaturen, die der „Langweile“ im Mund vorbeugen. Auf festes Jakobsmuschelfleisch trifft cremiges Avocado-Mus. Dazu gesellt sich crunchige Haselnuss und bissfeste, reife Avocado.

Der Spaß kann losgehen 😉
Für 4 Personen als Vorspeise/Snack/Zwischengang braucht ihr:

Benötigte Geräte
  • Pürierstab
  • feine Reibe (Microplane)
marinierte Avocado
  • 1/2 Limette
  • 2 Avocado
  • Salz, Pfeffer
  1. Schale der Limette fein abreiben, auspressen und Saft & Schale miteinander vermischen. Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
  2. Avocado quer an der dicksten Stelle rundherum einschneiden.
    Mit einer Drehung auseinander ziehen. Kern entfernen. Dazu mit einem Messer in den Kern hacken, durch drehen den Kern lockern und herausheben.
  3. Von beiden Avocadohälften jeweils eine 5 mm dicke Scheibe abschneiden.
  4. Die Schale an den Ringen vorsichtig einschneiden und rundherum abziehen.
  5. Scheiben in dem Limettensaft marinieren.
Avocado-Mus
  • restliche Avocadohälften
  • Saft von 1/2 Limette
  • Salz, Pfeffer
  • optional: Erbsen-Püree (Rezept hier) oder Koriander + grüne Chilli
  1. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Avocado entfernen.
  2. Fruchtfleisch wahlweise mit Erbsenpüree oder frischen Koriander & grüne Chili fein pürieren.
  3. Mit Limettensaft und Salz/Pfeffer abschmecken.
Jakobsmuschel mit Estragonbutter
  • 1 Jakobsmuschel
  • 3 Zweige frischer Estragon
  • 2 EL Butter
Tipp: Am besten erst die Teller vorbereiten und dann erst die Muscheln braten!

  1. Butter bei niedriger Hitze in einer Pfanne schmelzen.
  2. Estragon hacken und in der flüssigen Butter ziehen lassen.
  3. Hitze erhöhen und die Jakobsmuscheln von jeder Seite 1 Minute scharf anbraten.
Fertigstellen
  • alle Komponenten von oben
  • Rote Pfefferbeeren
  • pro Person ca. 3 Haselnüsse
  1. Die eine Hälfte der Haselnüsse grob hacken, die andere mit der Reibe in Flöckchen reiben.
  2. Jeweils einen Avocadoring mittig auf einen Teller setzen. Etwas der grob gehackten Haselnuss in die Ringmitte geben.
  3. Je drei Kleckse (je etwa 1 TL) vom Avocado-Mus darum verteilen und mit einem Löffel ausstreichen.
  4. Rote Pfefferbeeren zerdrücken und auf dem Avocadoring verteilen.
  5. Alles mit den feinen Haselnussflöcken bestreuen.
  6. Gebratene Jakobsmuscheln in die Mitte setzen, mit der groben Haselnuss bestreuen und etwas der Estragonbutter darüber geben.

Viel Spaß beim nachkochen,
euer Fabian

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10 Gedanken zu “Jakobsmuschel in Estragonbutter | marinierte Avocado | Erbsen-Avocado-Mus | Haselnuss

  1. Also ich persönlich finde ja nicht, dass bei den Fotos noch viel Luft nach oben ist. Sieht super aus! Das mit dem Buch finde ich ziemlich interessant. Fände ich jetzt auch sinnvoller sich solch ein Buch anzuschaffen, als sich das fünfhundertste Kochbuch ins Regal zu stellen, aus dem man dann doch nie was kocht.
    Es sieht wirklich so gut aus!
    Lieben Gruß
    Jenny

    • Vielen Dank 🙂
      Ich muss zugeben, ich hab auch ne Menge Kochbücher aus denen ich wenig oder noch gar nichts gekocht habe. Trotzdem ist es immer wieder schön sie durchzublättern und drin zu stöbern.

      Falls dich das Thema interessiert: Es gibt noch ein Buch in der Richtung: http://www.amazon.de/gp/product/3038006173/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3038006173&linkCode=as2&tag=indiekueferlo-21

      Ich habs selber nur mal durchgeblättert. Es ist schon sehr reduziert, weil man Zutaten hat und dazu einfach eine lange Liste an passenden Komponenten folgt (die gewichtet sind).
      Geschmackssache ob man das mag, ich glaub es ist dafür aber umfangreicher was die Kombinationen angeht.

      Grüße zurück,
      Fabian

      • Ja, ich besitze natürlich auch ein paar Kochbücher, durch die ich immer mal wieder durchblättere 🙂
        Danke, für den Link. Ich hab mir ehrlich gestanden noch nie bewusst Gedanken darüber gemacht, welche Zutaten sich gut miteinander kombinieren lassen…Natürlich macht man sich jeden Tag beim kochen Gedanken darüber oder kombiniert intuitiv aber ich fände es spannend so etwas mal gelistet zu sehen. Da gibt es bestimmt den ein oder anderen Aha- Effekt zu entdecken. 😉
        Danke und einen schönen Abend noch!

  2. Also, das untere Foto ist der Knaller! Und diese Farben! Ein Kunstwerk! Toll gemacht!
    Und dazu sieht es auch noch lecker aus….. *hach*
    LG
    AnDi

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